Tennisspieler Michael Beckmann, der für Blau Weiß Galgenmoor in der Landesliga spielt, hat am Sonntag in Hamburg die Konkurrenz der Herren Gruppe B des Witthöft-Cups für sich entschieden. Er hatte im gesamten Turnierverlauf nicht einen Satz und nur acht Spiele abgegeben. Dabei war er, da er vorher kaum Turniere gespielt hatte, als Ungesetzter angetreten.
Nachdem Beckmann in der ersten Runde Holger Henopp (Mölln) mit 6:0 und 6:0 besiegt hatte, musste er in Runde zwei gegen Frank Malcharek (Nordenham) schon mehr zeigen (6:2, 6:2). Anschließend schmiss der 24-Jährige in der dritten Runde Alexander Roth (SV Bergstedt, 6:0, 6:1) aus dem Turnier. Auch das Halbfinale sollte zu einer klaren Angelegenheit für Beckmann werden. Er beendete die Finalträume Valentin Stamms (Bremen) mit einem 6:1 und 6:0-Erfolg. Im Endspiel setzte sich Beckmann schließlich mit 6:2 und 6:0 gegen Patrick Lang (Börnsen) durch.
Der Wahl-Galgenmoorer war zwar sehr zufrieden mit seiner Leistung, nach fünf harten Matches in drei Tagen aber auch erschöpft. „Es war weitaus schwieriger, als es sich auf dem Tableau darstellt“, sagte der 24-Jährige, der sich schon auf die neue Punktspielsaison mit den Blau-Weißen, die im Januar beginnt, freut.
In der Landesliga gehe es nach den vielen Aufstiegen der vergangenen Jahre allerdings „nur“ um den Klassenerhalt.
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Das Hamburger Turnier rutscht aus der Masters-Kategorie. Der Deutsche Tennis Bund scheiterte endgültig mit seinen Klagen gegen die ATP.
Hamburg. Das Tennisturnier am Rothenbaum bleibt drittklassig. Alle rechtlichen Versuche, die Herabstufung aus der Masters-Kategorie und die Terminverlegung aus dem Mai in den Juli abzuwenden, sind ausgeschöpft. In letzter Instanz lehnte es jetzt der Oberste Gerichtshof der USA in Washington ab, sich mit der Klage des Deutschen Tennis Bundes (DTB) zu befassen.
Der DTB hatte die Herren-Spielerorganisation ATP auf 50 Millionen Euro (38,4 Millionen Euro) Entschädigung verklagt, war damit aber bei einem Gericht im US-Bundesstaat Delaware, dort hat die ATP ihren Sitz, wie in der Berufungsinstanz in Philadelphia gescheitert. Daraufhin hatte sich der DTB an den Supreme Court gewandt. "Die ATP hat uns großen Schaden zugefügt. Dass wir für diesen keine Kompensation erhalten sollen, verstehe ich nicht", sagte DTB-Präsident Georg von Waldenfels. Durch den Verlust des Masters-Status ist die Teilnahme der Topspieler am Rothenbaum nicht mehr garantiert. 2009 und 2010 schlugen nur zwei Top-Ten-Spieler im Hamburger Sand auf.
Offen ist der Ausgang des Verfahrens um die Prozesskosten. Die ATP hatte den DTB auf Übernahme ihrer 17 Millionen Dollar (13 Millionen Euro) Anwaltshonorare verklagt. In erster Instanz verlor die ATP, die Berufung soll im Januar verhandelt werden. Rothenbaum-Veranstalter Detlef Hammer registrierte die Nachricht beiläufig: "Wir haben uns auf diese Lage eingestellt und bieten weiter Weltklassetennis." Der Kartenverkauf für das Turnier im Juli 2011 hat begonnen. Ticket-Hotline: 040/ 238804444.
quelle: http://www.abendblatt.de/sport/article1713062/ATP-weist-Klage-ab-Rothenbaum-bleibt-drittklassig.html
Die ehemalige Tenniskönigin Navrátilová will den höchsten Berg Afrikas besteigen und auf dem Gipfel für den guten Zweck Tennis spielen.
Mit der Besteigung des Kilimandscharo will die 54-Jährige Martina Navrátilová 100.000 Euro für die Laureus Sport for Good Foundation sammeln. "Es ist im Prinzip eine normale Wandertour“, sagte die neunfache Wimbledonsiegerin am Samstag. Die Luft da oben sei schon sehr dünn, große Bergsteigererfahrung brauche man aber eigentlich nicht.
Sie habe den 5.895 Meter hohen Gipfel schon immer besteigen wollen, allerdings privat, erklärte sie am Rande einer Laureus-Veranstaltung in der kenianischen Hauptstadt Nairobi.
Die Möglichkeit, vor aller Welt zu versagen, mache ihr Angst, erklärte Navrátilová, fügte aber hinzu: "Ich weiß, dass ich gut genug in Form bin, um bis zum Gipfel zu kommen.“ Nur die Höhe könnte ihr etwas zusetzen.
Trotzdem will das frühere Tennis-As einen Tennisschläger und einige Bälle mit auf ihre Bergtour nehmen. Natürlich könne man da oben kein Spiel aufziehen, erklärte sie. Doch sie wolle einige Aufschläge machen, um zu sehen, wie weit der Ball fliegt. "Bei der dünnen Luft da oben sollten sie ziemlich weit fliegen“, sagte sie.
quelle:http://www.welt.de/vermischtes/prominente/article11396006/Martina-Navratilova-spielt-auf-dem-Kilimandscharo.html
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Serbien hat erstmals in seiner Tennis-Geschichte den Davis Cup gewonnen. Angeführt vom Weltranglisten-Dritten Novak Djokovic setzten sich die Gastgeber in Belgrad gegen Frankreich mit 3:2 durch, nachdem sie nach dem Doppel am Samstag noch mit 1:2 zurückgelegen hatten.
Djokovic sorgte durch ein klares 6:2, 6:2, 6:4 im Topeinzel gegen Gael Monfils zunächst für den Ausgleich, dann holte der für Janko Tipsarevic nachnominierte Viktor Troicki mit einem ebenso deutlichen 6:2, 6:2, 6:3 gegen Michael Llodra den entscheidenden dritten Punkt für Serbien und verwandelte die Belgrad-Arena damit endgültig in ein Tollhaus.
«Das ist einfach unglaublich», jubelte Djokovic und ließ sich unmittelbar nach dem letzten Einzel die Haare rasieren. «Für solche Momente lebt man», schrie Matchwinner Troicki in die Mikrofone. Für den serbischen Team-Berater Niki Pilic war es ein ganz besonderer Erfolg. Nach Deutschland und Kroatien führte der 71-Jährige mit Serbien die dritte Nation zum Sieg im wichtigsten Team-Wettbewerb im Tennis – dies war vor ihm noch niemandem gelungen. Frankreich wartet dagegen weiter auf den zehnten Triumph. Wie schon im Endspiel gegen Russland 2002 gaben die Franzosen einen fast schon sicher geglaubten Sieg am Schlusstag noch aus der Hand.
Nachdem Llodra und sein Partner Arnaud Clément die Gäste mit einem dramatischen 3:6, 6:7 (3), 6:4, 7:5, 6:4 im Doppel gegen Weltmeister Nenad Zimonjic und Troicki in Führung gebracht hatten, stand Djokovic gegen Monfils unter ungeheurem Druck. Doch der Australian-Open-Sieger von 2008 zeigte eine herausragende Leistung und ließ der französischen Nummer eins in 2:13 Stunden keine Chance. «Unter den Umständen war das vielleicht mein bestes Match in diesem Jahr. Der Druck war gewaltig», gestand Djokovic.
Anschließend heizte der 23-Jährige seine Landsleute für die entscheidende Partie ein. «Wir werden es ihnen zeigen. Sie sind nichts, wir sind besser und das müssen wir gleich beweisen», rief Djokovic den Zuschauern nach seinem zweiten Einzel-Sieg an diesem Wochenende zu. Die Arena tobte – in dieser Halle hatten die Serben noch kein Davis-Cup-Spiel verloren. Troicki machte im Duell der Ersatzleute gegen Llodra alles klar.
Zuvor hatte bereits Serbiens Teamkapitän Bogdan Obradovic mit Psychospielchen versucht, das Blatt doch noch zugunsten seines Teams zu wenden. Nach der unerwarteten Doppel-Niederlage hatte er die einheimischen Linienrichter heftig kritisiert. «Sie waren wie eine dunkle Kraft und ihr fehlender Patriotismus war erschreckend», sagte Obradovic. Doch all das war nach Troickis Sieg vergessen. «Jetzt feiern wir zwei Tage», meinte der 24-Jährige.
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