8. Januar 2011
Nach dem Sieg beim ATP-Finale ist Roger Federer wieder das, was er am Anfang des Jahres war: Ballflüsterer. Rafael Nadal sichert sich, was dazwischen liegt. So beenden zwei Männer das Jahr, die zusammengehören, gerade weil sie Gegenspieler sind.
Frisch geduscht saß er in seinem perfekt geschnittenen Trainingsanzug auf dem Podium und sah so zufrieden aus, als hätte er den 1. Advent im Kreise der Familie bei Keksen und Glühwein verbracht. Alles bestens, versicherte Roger Federer. „Ich bin glücklich, dass ich die Saison mit Stil vollendet und mir das Beste für den Schluss aufgehoben habe. Rafa im Finale besiegt zu haben macht daraus eine besondere Sache angesichts all der Erfolge, die er in diesem Jahr hatte.“ Am Ende, nach diesem Sieg im Londoner ATP-Finale (6:3, 3:6, 6:1), sieht es fast so aus, als hätten sich die Götter des Tennis einen Plan für dieses Jahr ausgedacht. Geben wir Federer den Anfang und das Ende, mögen sie beschlossen haben, und Nadal kriegt alles, was dazwischen liegt.
Wenn es so war: Kompliment nach oben, hat prima geklappt. Federer gewann in Klasseform Ende Januar bei den Australian Open den 16. Grand-Slam-Titel und nun zum Abschluss in London den fünften beim ATP-Finale, Nadal schnappte sich nahezu alles, was in den Monaten dazwischen im Schaufenster lag. Nun sind die Gaben auf den ersten Blick nicht ganz gerecht verteilt, denn die Siege des Spaniers in Paris, Wimbledon und erstmals auch in New York sind definitiv der größere Teil des Angebots. Aber, und darin zeigt sich die List der Götter, sie wollten ein wenig Schwung in die Sache bringen. Sie wollten, dass Federer endlich wieder die Zauberschläger aus der Tasche holt, und genau das war in London der Fall.
Auf dem Weg zum Showdown gegen Nadal verlor er keinen einzigen Satz und spielte dabei vor allem im Halbfinale gegen Novak Djokovic wie zu seiner besten Zeit. Er verwöhnte sich und die Seinen mit makellosem Tennis voller Tempowechsel, Variationen und stufenloser Übergänge von Offensive zu Defensive und umgekehrt. Djokovic war schwer beeindruckt und schwärmte: „Irgendwie scheint ihm jeder Ball zuzuhören.“
Nun ist das sicher keine Frage der Rückkehr zur alten Technik, denn so was verlernt man als Ballflüsterer ja nicht. Mitte September hatte Federer im Halbfinale der US Open unter anderem auch deshalb gegen Djokovic verloren, weil ihm nach ein paar schmerzhaften Niederlagen im Frühjahr und Sommer in entscheidenden Momenten der Mut zum Risiko fehlte. Exemplarisch dafür stand sein zögerliches Spiel mit der Rückhand, so gefährlich sein kurzer Slice bisweilen auch war. In London zeigte er wieder alle Variationen, und das Publikum fand es wunderbar.
quelle: http://www.faz.net/s/Rub9CD731D06F17450CB39BE001000DD173/Doc~E5ED81B6147614BC3B5BB39E451A99C0D~ATpl~Ecommon~Scontent.html
28. Dezember 2010
Tennisspieler Michael Beckmann, der für Blau Weiß Galgenmoor in der Landesliga spielt, hat am Sonntag in Hamburg die Konkurrenz der Herren Gruppe B des Witthöft-Cups für sich entschieden. Er hatte im gesamten Turnierverlauf nicht einen Satz und nur acht Spiele abgegeben. Dabei war er, da er vorher kaum Turniere gespielt hatte, als Ungesetzter angetreten.
Nachdem Beckmann in der ersten Runde Holger Henopp (Mölln) mit 6:0 und 6:0 besiegt hatte, musste er in Runde zwei gegen Frank Malcharek (Nordenham) schon mehr zeigen (6:2, 6:2). Anschließend schmiss der 24-Jährige in der dritten Runde Alexander Roth (SV Bergstedt, 6:0, 6:1) aus dem Turnier. Auch das Halbfinale sollte zu einer klaren Angelegenheit für Beckmann werden. Er beendete die Finalträume Valentin Stamms (Bremen) mit einem 6:1 und 6:0-Erfolg. Im Endspiel setzte sich Beckmann schließlich mit 6:2 und 6:0 gegen Patrick Lang (Börnsen) durch.
Der Wahl-Galgenmoorer war zwar sehr zufrieden mit seiner Leistung, nach fünf harten Matches in drei Tagen aber auch erschöpft. „Es war weitaus schwieriger, als es sich auf dem Tableau darstellt“, sagte der 24-Jährige, der sich schon auf die neue Punktspielsaison mit den Blau-Weißen, die im Januar beginnt, freut.
In der Landesliga gehe es nach den vielen Aufstiegen der vergangenen Jahre allerdings „nur“ um den Klassenerhalt.
quelle: http://www.nwzonline.de/Regionalsport/Kreis/Cloppenburg/NWZ/Artikel/2491609/Beckmann+gewinnt+Tennis-Turnier.html
21. Dezember 2010
Das Hamburger Turnier rutscht aus der Masters-Kategorie. Der Deutsche Tennis Bund scheiterte endgültig mit seinen Klagen gegen die ATP.
Hamburg. Das Tennisturnier am Rothenbaum bleibt drittklassig. Alle rechtlichen Versuche, die Herabstufung aus der Masters-Kategorie und die Terminverlegung aus dem Mai in den Juli abzuwenden, sind ausgeschöpft. In letzter Instanz lehnte es jetzt der Oberste Gerichtshof der USA in Washington ab, sich mit der Klage des Deutschen Tennis Bundes (DTB) zu befassen.
Der DTB hatte die Herren-Spielerorganisation ATP auf 50 Millionen Euro (38,4 Millionen Euro) Entschädigung verklagt, war damit aber bei einem Gericht im US-Bundesstaat Delaware, dort hat die ATP ihren Sitz, wie in der Berufungsinstanz in Philadelphia gescheitert. Daraufhin hatte sich der DTB an den Supreme Court gewandt. "Die ATP hat uns großen Schaden zugefügt. Dass wir für diesen keine Kompensation erhalten sollen, verstehe ich nicht", sagte DTB-Präsident Georg von Waldenfels. Durch den Verlust des Masters-Status ist die Teilnahme der Topspieler am Rothenbaum nicht mehr garantiert. 2009 und 2010 schlugen nur zwei Top-Ten-Spieler im Hamburger Sand auf.
Offen ist der Ausgang des Verfahrens um die Prozesskosten. Die ATP hatte den DTB auf Übernahme ihrer 17 Millionen Dollar (13 Millionen Euro) Anwaltshonorare verklagt. In erster Instanz verlor die ATP, die Berufung soll im Januar verhandelt werden. Rothenbaum-Veranstalter Detlef Hammer registrierte die Nachricht beiläufig: "Wir haben uns auf diese Lage eingestellt und bieten weiter Weltklassetennis." Der Kartenverkauf für das Turnier im Juli 2011 hat begonnen. Ticket-Hotline: 040/ 238804444.
quelle: http://www.abendblatt.de/sport/article1713062/ATP-weist-Klage-ab-Rothenbaum-bleibt-drittklassig.html
14. Dezember 2010
Die ehemalige Tenniskönigin Navrátilová will den höchsten Berg Afrikas besteigen und auf dem Gipfel für den guten Zweck Tennis spielen.
Mit der Besteigung des Kilimandscharo will die 54-Jährige Martina Navrátilová 100.000 Euro für die Laureus Sport for Good Foundation sammeln. "Es ist im Prinzip eine normale Wandertour“, sagte die neunfache Wimbledonsiegerin am Samstag. Die Luft da oben sei schon sehr dünn, große Bergsteigererfahrung brauche man aber eigentlich nicht.
Sie habe den 5.895 Meter hohen Gipfel schon immer besteigen wollen, allerdings privat, erklärte sie am Rande einer Laureus-Veranstaltung in der kenianischen Hauptstadt Nairobi.
Die Möglichkeit, vor aller Welt zu versagen, mache ihr Angst, erklärte Navrátilová, fügte aber hinzu: "Ich weiß, dass ich gut genug in Form bin, um bis zum Gipfel zu kommen.“ Nur die Höhe könnte ihr etwas zusetzen.
Trotzdem will das frühere Tennis-As einen Tennisschläger und einige Bälle mit auf ihre Bergtour nehmen. Natürlich könne man da oben kein Spiel aufziehen, erklärte sie. Doch sie wolle einige Aufschläge machen, um zu sehen, wie weit der Ball fliegt. "Bei der dünnen Luft da oben sollten sie ziemlich weit fliegen“, sagte sie.
quelle:http://www.welt.de/vermischtes/prominente/article11396006/Martina-Navratilova-spielt-auf-dem-Kilimandscharo.html